Absinken der Unterrichtsversorgung

Aufgrund der Antworten des Bildungsministeriums auf zwei kleine Anfragen zur Vorbereitung des Schuljahres (DS7/2666) und zu den Einstellungen (DS7/4576) kann man zu gegenwärtigen Zeitpunkt feststellen, dass die Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2019/20 weiter absinkt. Nur einige Fakten sollen das untermauern. Von den ca. 1000 Bewerber*innen auf 895 Stellen hatten nur ca. die Hälfte einen Lehramtsabschluss.

 

Es gab ca. 400 Zusagen von Bewerber*innen, die wenigsten davon können ihren Dienst schon zum 12.8. antreten. Ca. 500 Lehrkräfte werden im kommenden Schuljahr weniger als im vergangenen Schuljahr in System sein, durch Ausscheiden aus dem Schuldienst, Freistellungsphase der ATZ, Elternzeit und Beurlaubung. Positiver sieht die Bilanz bei den pädagogischen Mitarbeiterinnen aus, hier gibt es insgesamt einen Zuwachs von ca. 200 Kolleginnen und Kollegen. Die Unterrichtsversorgung liegt im Durchschnitt bei ca. 96%, je nachdem, wie viele Einstellungen noch realisiert werden können. Es kann also überhaupt keine Entwarnung geben an den Schulen des Landes, im Gegenteil. Wir alle, die Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiter*innen, Schulleitungen und wir als Interessenvertretung müssen noch entschiedener als bisher darauf achten, dass die Misere nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird.  

Kategorie: Aktuelles